Millionen für die Schanzen und das Museum

Dezember 16, 2011 | Allgemein, Ortsverbände

Mirko Ernst

Oberwiesenthal will im nächsten Jahr knapp vier Millionen Euro investieren

Oberwiesenthal – Knapp 4 Millionen Euro will die Stadt am Fichtelberg im nächsten Haushaltsjahr investieren. Geht die Rechnung der Verwaltung auf, stehen für die verschiedenen Vorhaben mehr als 3,5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Damit würde lediglich ein Eigenanteil von 273.400 Euro benötigt, geht aus dem Entwurf des Haushaltsplanes für 2012 hervor. Dem haben die Stadträte in ihrer letzten Sitzung des zu Ende gehenden Jahres mehrheitlich zugestimmt.

Großprojekte geplant

Der mit insgesamt knapp zwei Millionen Euro größte Brocken der gesamten Investitionssumme fließt in die große Schanze am Fichtelberg. Dort soll im nächsten Jahr mit den dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen begonnen werden. Mit dem Geld sollen zunächst die Anlaufspur und das Flutlicht erneuert werden. In den Jahren danach sollen dann ein neues Mehrzweckgebäude an der Schanze und ein Schrägaufzug folgen. Der wiederum ist als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Lift vorgesehen.

Begonnen werden soll im nächsten Jahr auch mit den Arbeiten am neuen sächsischen Wintersportmuseum – ähnlich wie die Schanzen ein Millionenprojekt, dass sich über mehrere Jahre erstreckt. Als weitere Schwerpunkte stehen die Anbindung des Gewerbestandortes bei Niederschlag an die Bundesstraße 95, die Weiterführung des Radwanderwegs Mannmühle/Brunnermühle sowie die Sanierung der Zufahrt Neudorfer Straße 34 im Plan.

Zuweisungen gehen zurück

Allerdings legt Kämmerin Martina Görlach auch deutlich dar, dass auch beim Haushalt 2012 wieder Abstriche gemacht und Maßnahmen auf unbestimmte Zeit verschoben werden mussten. Als Beispiele nennt sie die Straßensanierung im Stadtzentrum und die Neugestaltung des Marktplatzes. Ein Grund dafür sind unter anderem die noch einmal deutlich zurückgegangenen Schlüsselzuweisungen. Lediglich rund 20.000 Euro erhält Oberwiesenthal im nächsten Jahr – zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es noch reichlich 600.000 Euro. Eine Entwicklung, die Bürgermeister Mirko Ernst ( FDP) zu der Prognose veranlasst, dass das Haushaltsjahr 2013 wohl das problematischste werden wird. „Da werden wir die Reserven deutlich angreifen müssen“, prognostiziert er. Und ist froh darüber, dass sich die Stadt in den zurückliegenden Jahren entsprechende Reserven geschaffen hat. So sei die allgemeine Rücklage gegenwärtig mit mehr als 800.000 Euro gefüllt.

Schuldenabbau genießt Priorität

Zudem arbeite die Kommune weiterhin kontinuierlich ihre Schulden ab. Nach Angaben der Kämmerei belaufen die sich auf momentan noch reichlich 1,2 Millionen Euro. Ähnlich wie in diesem Jahr sollen auch im nächsten mehr als 200.000 Euro für die Tilgung aufgewendet werden. Damit würde sich die Pro-Kopf-Verschuldung pro Einwohner von derzeit knapp 482 Euro zum Ende des folgenden Jahres auf knapp 393 Euro verringern. Der Bürgermeister geht sogar davon aus, dass die Kommune in vier Jahren schuldenfrei sein wird.

Freie Presse, 16.12.2011

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